Antrag: Solare Energie effizient nutzen – Potentiale für das Freibad und das geplante Hallenbad

Zum Ausschuss „Bau, Umwelt und Verkehr“ am 02.03 stellen wir folgenden Antrag:

Solare Energie effizient nutzen – Potentiale für das Freibad und das geplante Hallenbad


Das Freibad Rosdorf ist die Liegenschaft mit dem drittgrößten Energiebedarf der Gemeinde Rosdorf und verursacht mit 345.000 Euro (28,3 %) die höchsten Kosten bei den freiwilligen Ausgaben im Haushalt (Quelle: Haushaltssicherungskonzept Maßnahmen zur Haushaltssicherung 2024/2025). Die gesamten Energiekosten für das Freibad beliefen sich im Jahr 2022 auf 22.715 Euro (davon 20.363 Euro für Wärme und 2.352 Euro für Strom). Der Energiebedarf wird u.a. durch ein Blockheizkraftwerk, welches mit Biogas aus Rosdorf betrieben wird, sowie durch eine Photovoltaikanlage zur Verfügung gestellt.

Freibäder haben insbesondere in den Sommermonaten einen hohen Wärmebedarf. Solarthermie bzw. die Nutzung effizienter Wärmepumpen kann Wärme im Sommer günstig zur Verfügung stellen, insbesondere wenn die Wärmesenke (hier das Freibad und die zu planende Schwimmhalle) in ein Nahwärmenetz eingebunden wird (nahe liegendes Neubaugebiet Luhbachaue).

Zudem wird aktuell ein Verfahren zur Festlegung der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes), welches die Grundsätze der Netzkostenverteilung neu regeln soll, diskutiert. Infolgedessen werden voraussichtlich Kosten bei lastferner Einspeisung auf die Betreiber von PV-Anlagen und Blockheizkraftwerken zu kommen.

Daher möge der Rat beschließen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt die konkreten Bedarfsmengen an Strom und Wärme im Jahresverlauf und die sich daraus ergebenden Kosten für das Freibad zusammenzustellen. Ebenso soll die Produktion von Wärme und Strom sowie die Netzeinspeisung des Blockheizkraftwerks und der PV-Anlage über die vergangenen Jahre zusammengestellt werden.
  2. Auf Grund dieses Zahlenmaterials wird die Verwaltung beauftragt, die Potentiale solarer Energie (Wärmepumpe mit hoher Eigenstrom-Nutzung, Solarthermie, netzdienliche Speichertechnologien, Einbindung des Freibades in ein Wärmenetz der 5. Generation) für die Reduktion der Betriebskosten, die Reduktion lastferner Einspeisung sowie die Auswirkungen auf bestehende Einspeise- und Lieferverträge begutachten zu lassen.
  3. Die Ergebnisse der Begutachtung sind in die kommunale Wärmeplanung einzuarbeiten und bei den weiteren Planungen für die Ertüchtigung der Wasseraufbereitung und den Planungen der Schwimmhalle zu berücksichtigen.